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5.9.2010 : 20:28 : +0200

Photovoltaik

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Montage?

Um eine Photovoltaikanlage mit 5 bis 10 Kilowatt auf dem Dach zu installieren, benötigen unsere Elektriker in der Regel zwei Tage. So schnell wird kein anderes Kraftwerk gebaut. Nachdem das Dach projektiert und vorbereitet wurde, werden die Module montiert, verkabelt und an den Wechselrichter angeschlossen. Dieser kann direkt unter dem Dach montiert werden oder z. B. neben dem Zählerkasten im Keller. Über den Wechselrichter wird das Solar-Kraftwerk mit dem Hausnetz verbunden. Ist der Einspeisezähler montiert, kann das Kraftwerk in Betrieb gehen. Unser Elektro-Team kümmert sich darum, dass alle Normen und Vorschriften eingehalten werden. Sie melden die Photovoltaikanlage auch beim zuständigen Energieversorgungsunternehmen an.

Betriebskosten? Keine!

Wenn die Photovoltaikanlage auf dem Dach installiert und an das Hausnetz angeschlossen ist, beginnt auch schon die Produktion von Strom. Die Anlage ist wartungsfrei. Es empfiehlt sich regelmäßige Kontrollen und Begehungen vorzunehmen, um etwaige Fehler frühzeitig zu erkennen (etwa Überprüfung Verschattungsfreiheit, Marderverbiss bei Kabeln). Im Normalfall reicht die Selbstreinigung der Module durch Regen. Wer das Maximum aus seiner PV-Anlage herausholen will, kann durch Reinigen der Module hier zusätzlich erfolgreich sein. Überwachungssysteme, die die Betriebsdaten auswerten, verschaffen stets den Überblick über Erträge und Verfügbarkeiten.

Ertragstabelle

Modulausrichtung / Modulneigung

Ausrichtung Neigung Neigung Neigung Neigung Neigung
  10° 20° 30° 40° 50°
Süd (0°) 97% 99% 100% 99% 95%
Südost oder Südwest (-45° bzw. +45°) 94% 95% 96% 92% 90%
Ost oder West (-90° bzw. +90°) 92% 90% 88% 85% 83%
           
           

Anlagengröße?

Eigentlich gibt es keine Grenze dafür, wie groß eine Photovoltaikanlage sein sollte. Für einen kleinen Solartaschenrechner genügen winzige Solarzellen. Eine 1-Megawatt-Anlage wie auf der Münchner Messe arbeitet mit mehreren hunderttausenden Solarzellen. Im privaten Anwendungsbereich besitzen Photovoltaikanlagen in der Regel Leistungen zwischen 5 und 10 Kilowatt.

Je mehr Sonne, desto mehr Solarstrom. Die momentane Leistung eines Photovoltaik-Moduls ist proportional zur Stärke der Sonneneinstrahlung. Angegeben ist daher immer die Spitzenleistung in Kilowattpeak (kWp), die das Modul bei einer Bestrahlungsstärke von 1.000 Watt pro Quadratmeter und einer Temperatur von 25 Grad erreicht.

Die Größe einer Photovoltaikanlage richtet sich nach der vorhandenen (Dach-)Fläche zur Aufstellung der Module oder den finanziellen Möglichkeiten des Bauherren.

Dauerhafte Einnahmen

Über einen Einspeisezähler kann das Energieversorgungsunternehmen (EVU) ablesen, wieviel Solarstrom in das öffentliche Netz eingespeist wurde.

Netzanschluss, warum?

Mit einer Solarstromanlage könnte man problemlos eine autarke Stromversorgung aufbauen und sich unabhängig vom Stromnetz machen. Die Anlage müsste dann allerdings so groß gewählt sein, dass auch im Winter noch genügend Strom erzeugt wird, und es müsste ein großer Stromspeicher, z. B. eine Batterie installiert sein. Aufgrund der höheren Kosten und des stark ausgebauten Stromnetzes haben die meisten Anlagen einen Netzanschluss. So werden hierzulande Inselsysteme nur bei z. B. Berghütten eingesetzt, die keine Anbindung an das öffentliche Stromnetz haben.

Unter den derzeitig, politischen Rahmenbedingungen mit der erhöhten Vergütung des eingespeisten Stromes, ist die netzgekoppelte PV-Anlage die sinnvollste Lösung. Das Netz ist dabei gewissermaßen der Speicher der erzeugten Energie. Der produzierte Solarstrom wird in das Netz eingespeist, ein Zähler erfasst die Menge, welche dann vergütet wird. Der eigene Strombedarf wird weiterhin aus dem Netz bezogen. Durch die Differenz aus der Einspeisevergütung und den Kosten für den benötigten Strom amortisiert sich die Investition in die PV-Anlage nach ca. 12-13 Jahren.

Keine Stromkosten und Unabhängigkeit

Nicht festgelegt ist bislang, wie hoch die Vergütung nach Ablauf der 20 Jahre sien wird, wenn also die garantierte Einspeisungsvergütung wegfällt. Die PV-Anlage wird auch darüber hianus noch funktionsfähig sein. Hier wäre dann denkbar, sollten keine so günstigen Konditionen zur Abnahme des erzeugten Stromes bestehenm, diesen tatsächlich selbst zu verwenden. Dies ließe sich ohne größeren technischen Aufwand bewerkstelligen und Sie würden weitere Jahre keine Stromkosten mehr haben.

Technisch ausgereift

Photovoltaik (PV) ist eine ausgereifte Technik, die es heute schon jedem erlaubt, auf dem Dach oder an der Fassade des eigenen Hauses zuverlässig Strom zu produzieren. In Zukunft werden zwar noch weitere Steigerungen des Wirkungsgrades der Solarzellen erwartet, doch erfahrungsgemäß erfolgen diese nur in kleinen Schritten.